Kochen bei gefühlten Temperaturen unter null

Was tun, wenn die Hände beim Kochen einfrieren?

Eine mehrtätige Tour im Winter, egal Skitouring, Winterbiwak oder eine längere Wandertour. Essen muss jeder. Egal wie. Nur, es ist früh morgens, voller Tatendrang,  der Himmel verspricht die besten Wetterverhältnisse. Nach innerlicher Freude, das erste Bauchgefühl, Hunger. Mit leeren Magen gewinnt man keine Freunde.

Schnell im Schlafsack angezogen was machbar ist. Zelt auf, Blick in den Himmel, Sonne ist im anmarsch. Super.

Schock, es zieht wie Hund. So schnell kann man gar nicht die Handschuhe anziehen, die sind schon vorher Eiszapfen. Egal Kocher rausgekramt und Schnee schmelzen für Kaffee und Frühstück. Mit Handschuhen – schwierig. Man sollte schneller sein als der Wind – schwierig. Schnee sammeln, in den Topf.

Kocher anzünden – es stürmt – mit Handschuhen schwierig. Also Handschuhe aus, Windblende in die richtige Position bringen, versuchen das Benzin einzupumpen und anzünden. Kein Problem, nur wären die Hände nicht schon steif.

Egal es geht trotzdem, Handschuhe an, aufwärmen, weiter geht es. Der Schnee schmilzt. Das Frühstück – Beutel aufreißen mit Handschuhen, schwierig, also einer muss weg. Geht auch so, bestimmt. Die Hand wird rot, es ist immer noch stürmisch, aber egal die Sonne kommt. Der Schnee geschmolzen, fängt langsam an zu kochen. Jetzt sollte man sich beeilen, da das Wasser schneller weg ist bevor die Tüte offen ist und es auch kein Kaffee gibt.

Hände kurz über dem Dampf angewärmt, alles wird auf eine Karte gesetzt, 2. Handschuh aus und los geht es. Tüte wird unsachgemäß mit fast steifen Fingern aufgerissen, egal, gleich kommt das heiße Wasser rein. Dann erstmal daran Hände wärmen, dann Kaffee aufbrühen.

Fazit: Unsere Produkte werden unter harten Bedingungen ausgesetzt und getestet. Das Schlimme ist nur, das wir mehr darunter leiden wie unser Produkt selbst!!

Aber lieber ein gutes Frühstück, als mit Hunger die Berge erklimmen.